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  • 10
    Sep

    und dann noch eine…

    Geschrieben am Mittwoch , von Maxx - 0 Kommentare »

    Billy Idol kennt mal ein jeder…. Steve Stevens ist dagegen erstaunlicher Weise relativ unbekannt, was eigentlich schade ist, da es sich bei ihm einerseits um einen hervorragenden Musiker handelt, der an der Seite der Punk-Institution Billy Idol eigentlich immer ein Schattendasein als braver Sideman führte, und da er andererseits in der Vergangenheit mit einem großen Teil des Who is Who des Musikbusiness zusammengearbeitet hat.
    Aber wehe, wenn er losgelassen…..
    Der Mann serviert uns hier einen Cocktail mit feinsten Zutaten aus vielen Bereichen der Rockmusik, lässt aber zwischendurch auch mal die - wenn man so will - sanfteren Gefühle zu, indem er sein Gitarrenspiel mit sphärischen Keyboard-Klängen, Piano und Akustikgitarrenintros und -Einlagen garniert.
    Es fehlt diesem Musiker weder an Virtuosität (teilweise unglaubliche Soli und Riffs mit allen, aber wirklich allen technischen Raffinessen)noch an Seele, musikalischem Gefühl und Instinkt für Melodien und dem Aufbau eines Spannungsbogens für seine dargebotenen Werke.
    Man merkt hier deutlich, dass ein reifer Musiker das von ihm im Laufe der Jahre Erlernte in komprimierter Form in sein Solowerk investiert - trotzdem gelingt es ihm, die mit Goodies vollgestopfte Musik vollkommen entspannt herüberkommen zu lassen - hier war eben ein Vollprofi am Werk….
    Stilmäßig kann Einem vielleicht noch auffallen, dass die Gitarrenarbeit teils in alt hergebrachtem Sound, teils aber auch in modernerem Soudkostüm eingebettet wurde. Andeutungsweise kann man stilistisch schon manchmal einen Querverweis zu Jeff Becks letzten drei Werken ziehen, was aber nicht stört - im Gegenteil, das Album klingt über weite Strecken absolut modern und zeitgemäß.
    Fazit (subjektiv): Vielseitiges Album eines weit gereisten Shredders, garniert mit einer Riesenportion Herz und Seele. Für Liebhaber innovativer Gitarrenmusik fast schon ein “Must have”, allerdings sollte man sich durchaus auch als “Musikinteressierter allgemeiner Art” (Huurz, was für eine Ausdrucksweise ;-)) ) über dieses Album drüberwagen.
    Tolle Sache!!

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